Depression
Depression
Eine Depression ist mehr als eine traurige Phase. Über Wochen fehlen Freude, Antrieb und Kraft, oft auch Schlaf und Zuversicht. Sie ist eine Erkrankung, die jeden Menschen treffen kann.
Psychotherapie kann helfen, wieder in Bewegung zu kommen und belastende Gedanken anders zu sehen. Depressionen gehören neben Traumafolgestörungen und Angststörungen zu den Beschwerden, die wir in unserer Praxis behandeln.
Für wen?
Typische Beschwerden einer Depression sind:
- eine gedrückte, traurige oder leere Stimmung über den größten Teil des Tages
- wenig Freude und Interesse, auch an Dingen, die Ihnen früher wichtig waren
- wenig Energie, sodass schon kleine Aufgaben große Mühe machen
- Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder Entscheidungen zu treffen
- Grübeln, Schuldgefühle, das Gefühl, wertlos zu sein, oder Hoffnungslosigkeit
- schlechter Schlaf, veränderter Appetit, innere Unruhe oder das Gefühl, wie verlangsamt zu sein
Fachleute sprechen von einer Depression, wenn mehrere solcher Beschwerden über mindestens zwei Wochen fast täglich bestehen. Ob das bei Ihnen zutrifft, klären wir gemeinsam.
Eine Depression kann einmal auftreten oder in Phasen wiederkehren. Hält eine leichtere Niedergeschlagenheit zwei Jahre oder länger an, sprechen Fachleute von einer Dysthymie.
Manchmal beginnt eine Depression ohne erkennbaren Anlass. Manchmal gehen ihr Verluste, Überforderung oder eine körperliche Erkrankung voraus. Hängt die Niedergeschlagenheit mit einem sehr belastenden Erlebnis zusammen, lesen Sie auch die Seite Traumafolgestörungen.
Auch Ängste können zusammen mit einer Depression auftreten. Mehr dazu finden Sie unter Angststörungen.
Bei einer Depression können Gedanken an den Tod auftreten, bis hin zu dem Wunsch, nicht mehr zu leben. Solche Gedanken können Teil der Erkrankung sein, und Sie dürfen bei uns offen darüber sprechen. Wenn Sie fürchten, sich etwas anzutun, warten Sie bitte nicht auf einen Termin bei uns.
Unsere Praxis kann keine Notfallhilfe leisten. Im Notfall wählen Sie die 112. Rund um die Uhr hilft der Krisendienst Bayern (0800 655 3000).
Wie läuft es ab?
- Einordnung: In den ersten Sitzungen erfassen wir Ihre Beschwerden und wie es dazu kam. Dazu gehören auch Fragen zu Schlaf, Kraft und Gedanken an den Tod.
- Ärztliche Abklärung: Ähnliche Beschwerden können auch körperliche Ursachen haben, etwa eine Erkrankung der Schilddrüse. Deshalb holen wir in den ersten Sitzungen einen Konsiliarbericht ein. Darin bestätigt eine Ärztin oder ein Arzt, dass körperlich nichts gegen eine Psychotherapie spricht.
- Behandlungsplan: Gemeinsam legen wir Ziele fest, etwa für Schlaf und einen verlässlichen Tagesablauf. Dabei achten wir darauf, wie viel Kraft Sie gerade haben.
- Behandlung: Die Verhaltenstherapie setzt am Denken und Handeln im Alltag an. Schritt für Schritt nehmen Sie wieder Tätigkeiten auf, die Ihnen guttun. Außerdem lernen Sie, Gedanken wie „Ich schaffe nichts“ zu prüfen.
- Vorsorge: Zum Abschluss erarbeiten wir, woran Sie frühe Warnzeichen erkennen. Sie halten fest, was Ihnen in schweren Zeiten Halt gibt.
In unserem Team arbeiten auch KollegInnen mit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie oder Systemischer Therapie. Dort stehen eher frühere Erfahrungen, innere Konflikte oder Beziehungen im Mittelpunkt. Ergänzend kann ein Ansatz wie ACT dazukommen, der mit Achtsamkeit und persönlichen Werten arbeitet.
Eine Sitzung dauert 50 Minuten und findet in der Regel einmal pro Woche statt.
Hier erscheint in Kürze ein Video.
Wer übernimmt die Kosten?
Wir sind eine reine Privatpraxis.
Liegt eine behandlungsbedürftige Depression vor, übernehmen private Krankenversicherung und Beihilfe die Kosten in der Regel ganz oder anteilig. Wie viel, hängt von Ihrem Tarif und den Beihilferegeln ab. Liegt keine Erkrankung vor, etwa bei einer Erschöpfung ohne Depression, können Sie Gespräche bei uns selbst bezahlen.
Häufige Fragen
Burnout ist keine eigene Krankheit, sondern beschreibt Erschöpfung durch anhaltenden Stress im Beruf. Fehlen Freude und Interesse auch in der Freizeit, kann eine Depression dahinterstehen. Was bei Ihnen vorliegt, klären wir in den ersten Sitzungen.
Ja, Psychotherapie und Medikamente schließen sich nicht aus. Wir selbst verschreiben keine Medikamente, denn bei uns arbeiten keine ÄrztInnen. Fragen zur Medikation, auch zum Absetzen, klären Sie bitte in einer psychiatrischen oder hausärztlichen Praxis.
Eine kurze E-Mail oder unser Kontaktformular genügen. Wir melden uns dann bei Ihnen. Ihre Beschwerden müssen Sie dafür nicht ausführlich schildern.

