Traumatherapie

Belastende oder überwältigende Erlebnisse können lange nachwirken. Manche Menschen haben noch Jahre später Albträume, sind ständig angespannt oder meiden bestimmte Orte. Eine Traumatherapie kann helfen, solche Erfahrungen zu verarbeiten.

Die Behandlung von Traumafolgestörungen ist der Tätigkeitsschwerpunkt unserer Praxis. Wir arbeiten behutsam und in Ihrem Tempo. Eine wichtige Methode dabei ist EMDR.

Die Praxis leitet Dr. Marion Schowalter, Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). Sie hat Weiterbildungen in EMDR und in Spezieller Psychotraumatherapie (DeGPT). Außerdem leitet sie die Traumaambulanz am Zentrum für Psychische Gesundheit des Uniklinikums Würzburg.

Für wen?

Eine Traumatherapie richtet sich an Erwachsene, die nach einem belastenden Ereignis unter Beschwerden leiden.

Auslöser kann ein einzelnes Ereignis sein, etwa ein Unfall, ein Überfall oder ein plötzlicher Verlust. Auch lang andauernde Belastungen wirken oft nach, zum Beispiel Gewalt oder Vernachlässigung in der Kindheit. Bei Polizei, Rettungsdienst oder Bundeswehr können belastende Einsätze dazukommen.

Häufige Beschwerden sind:

  • Bilder, Gedanken oder Albträume, die sich immer wieder aufdrängen
  • ständige Anspannung, Schreckhaftigkeit, Reizbarkeit oder schlechter Schlaf
  • das Vermeiden von Orten, Gesprächen oder Gefühlen, die an das Erlebte erinnern
  • ein Gefühl von Taubheit, Rückzug von anderen, anhaltende Schuld oder Scham
  • eine bereits gestellte Diagnose, etwa eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Sie müssen nicht wissen, ob Ihre Beschwerden eine Traumafolge sind. Das klären wir gemeinsam in den ersten Sitzungen. Mehr zu den einzelnen Beschwerdebildern lesen Sie unter Traumafolgestörungen.

Unabhängig von unserer Praxis gibt es nach einer Gewalttat die Traumaambulanzen des Instituts für Trauma- und Psychotherapie. Dort gelten eigene Regeln für die Kosten: itp-traumaambulanz.de.

Wie läuft es ab?

Eine Traumatherapie verläuft in mehreren Schritten. Welche Schritte Sie brauchen und wie lange, richtet sich nach Ihren Beschwerden.

  1. Erstgespräch und Diagnostik: Sie schildern Ihr Anliegen. Privat Versicherte, Beihilfeberechtigte und SelbstzahlerInnen brauchen keine Überweisung. In einigen Sitzungen klären wir Diagnose, Ziele und Kosten.
  2. Stabilisierung, wenn nötig: Manche Menschen brauchen zuerst mehr Sicherheit im Alltag. Sie lernen dann Wege, sich zu beruhigen und mit starken Gefühlen umzugehen. Oft kann die Verarbeitung aber früh beginnen.
  3. Verarbeitung: Wann wir uns den belastenden Erinnerungen zuwenden, entscheiden wir gemeinsam. Dafür nutzen wir Methoden wie EMDR oder eine schrittweise Traumakonfrontation. Sie bestimmen das Tempo mit.
  4. Neuorientierung: Zum Schluss geht es um Ihr Leben heute. Wir festigen neue Sichtweisen und planen, wie Sie mit künftigen Belastungen umgehen.

Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Für die Arbeit mit EMDR sind nach Absprache längere Sitzungen möglich.

Unsere Praxis kann keine Notfallhilfe leisten. Im Notfall wählen Sie die 112. Rund um die Uhr hilft der Krisendienst Bayern (0800 655 3000).

Szene aus dem ZDF-Beitrag: Eine Therapeutin hält ein Smartphone mit einer EMDR-App über einem Arbeitsblatt.

Im Fernsehen: EMDR bei ZDF Terra Xplore

Im Beitrag „Schluss mit belastenden Erinnerungen!“ der Reihe Terra Xplore (27 Minuten) berichtet Dr. Marion Schowalter über die Behandlung mit EMDR.

Wer übernimmt die Kosten?

Wir sind eine reine Privatpraxis.

  • Private Krankenversicherung und Beihilfe: Sie übernehmen die Kosten in der Regel. Die Bedingungen hängen von Ihrem Tarif ab. Wir unterstützen Sie beim Antrag.
  • Heilfürsorge: Sie übernimmt in vielen Fällen die Kosten, etwa für Polizei und Bundeswehr. Meist sind vorher eine ärztliche Empfehlung und ein Antrag nötig. Bitte klären Sie die Übernahme vor dem ersten Termin.
  • Unfallkasse und Berufsgenossenschaft: Nach einem Arbeitsunfall können sie die Kosten tragen. Voraussetzung sind die Anerkennung des Unfalls und eine Genehmigung der Behandlung. Sprechen Sie uns gern darauf an.
  • Selbst bezahlen: Die Abrechnung richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP). Sie erhalten die Rechnung direkt von uns.

Häufige Fragen

Nein. Sie entscheiden, was und wie viel Sie erzählen. Wir achten in jeder Sitzung darauf, dass die Belastung für Sie tragbar bleibt.

Das ist sehr unterschiedlich. Es hängt von Ihren Beschwerden und Ihrer Vorgeschichte ab. Nach lang andauernden oder frühen Belastungen dauert die Behandlung meist länger.

Das ist nach belastenden Erlebnissen häufig. Für die Behandlung brauchen Sie keine lückenlose Erinnerung. Wir arbeiten mit dem, was Sie heute belastet.

Ja, jederzeit. Wir besprechen vorher, wie Sie ein Zeichen zum Anhalten geben. Sie behalten die Kontrolle über das Tempo.